Neue Förderchancen für innovative Klimaschutztechnologien in in Schwellen- und Entwicklungsländern

Mit dem Programm „Klimapartnerschaften mit der Wirtschaft“ im Rahmen der „Internationalen Klimaschutzinitiative“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) werden Projekte in Schwellen- und Entwicklungsländern gefördert, die die Anwendung innovativer Technologien im Bereich Energieeffizienz oder erneuerbare Energien demonstrieren oder bewährte Technologien zur Treibhausgasminderung an spezifische Rahmenbedingungen in den Zielländern anpassen.

Möchte Ihr Unternehmen einen Schwellenmarkt mit einer innovativen Technologie erschließen? Hilft Ihre Technik bei der Einsparung von Energie und CO2  oder bei der Erzeugung von Wärme, Kälte oder Strom aus erneuerbaren Energiequellen? Kann Ihr Know-How zur Erhöhung der Energieeffizienz beitragen? Im Rahmen der Klimapartnerschaften können nun wieder innovative Projekte mit bis zu 200.000 EUR pro Projekt gefördert werden.

Ziel ist der Transfer von klimafreundlichen Technologien und entsprechendem Know-How in Schwellen- und Entwicklungsländer. Seit Programmstart 2010 wurden 15 Klimapartnerschaften mit deutschen Unternehmen auf vier Kontinenten realisiert. Die Projekte kommen aus verschiedenen Bereichen und variieren in ihrem Umfang. So wurden neben der Durchführung von Energieeffizienzanalysen u.a. Demonstrationsprojekte zu energieeffizienten Motoren, Biogas, Kleinwasserkraft, Wärmerückgewinnung, solarer Wasseraufbereitung und zur Bewässerung mit energieeffizienten Pumpen durchgeführt. Es wurde ein Photovoltaik Schulungszentrum aufgebaut und ein Online-Tool für die CO2- Einsparung in der Textil- und Schuhindustrie entwickelt und eingeführt.

Die DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH ist nun vom BMUB beauftragt worden, die zweite Phase des Programms zu starten. Interessierte deutsche und europäische Unternehmen können, auch in Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen, Projektvorschläge bei der DEG einreichen. Bei positiver Entscheidung erarbeiten das Unternehmen und die DEG gemeinsam ein ausführliches Projektkonzept. Pro Projekt können bis zu 200.000 EUR aus dem Programm zur Verfügung gestellt werden. Das Unternehmen übernimmt mindestens 50 Prozent der Gesamtprojektkosten und ist für die inhaltliche Umsetzung verantwortlich.

Die „Internationale Klimaschutzinitiative“ (IKI) des BMUB finanziert seit 2008 gezielt Klima- und Biodiversitätsprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern. Auf Grundlage einer Entscheidung des Deutschen Bundestages stehen der Initiative jährlich mindestens 120 Millionen Euro zur Verfügung. Die IKI ist ein wichtiger Bestandteil der deutschen Klimafinanzierung und der Finanzzusagen im Rahmen der Biodiversitätskonvention.

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